| Reifen für BMW R850/1100/1150/1200GS | ||
| Verschiedene Hersteller bieten Reifen für die große GS an. Während in der Vergangenheit als Erstausstattung häufig sowohl Metzelers Enduro 4 als auch der Michelin T66X zu finden waren, wird letzterer inzwischen zunehmend vom Metzeler Tourance verdrängt. Die u.g. Reifen sind für die 850/1100/1150 und prinzipiell auch für die neue R1200GS die derzeit gängigen Reifen auf dem deutschen Markt. Für die R1200GS liegen allerdings u.U. noch nicht für alle Reifen Freigaben vor. Zusätzlich erfolgt eine Klassifizierung in die Kategorie Sport, Touring oder Enduro. Für Anmerkungen, Tips und Hinweise bin ich jederzeit dankbar. | ||
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| Avon Azaro Sport Touring
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Wenn R1200ST
und RT bereits ab Werk mit dem Road Attack besohlt sind,
so kann das für die GS ja nicht so schlecht sein.
Erfahrungsberichte attestieren dem Road Attack in der Tat
einen erstaunlichen Grip auf trockenen Fahrbahnen und
gute Fahreigenschaften bei Nässe. Nur über eines muss
man sich im Klaren sein: Die Offroad-Fähigkeiten der GS
lassen sich mit dieser Pelle nicht mehr nutzen. Wer diese
nicht braucht, der ist mit dem Road Attack aber wahrlich
nicht schlecht bedient. |
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Trotz des groben Profils verfügt der TKC80 auch auf der Straße über erstaunlich gute Handlingqualitäten und Grip. So sollen nach einer gewissen Eingewöhnungsphase auch auf der Straße erstaunliche Schräglagen möglich sein. Trotzdem sind dem Stollenreifen auf der Straße Beschränkungen auferlegt. Die zugelassene Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h sollte im eigenen und anderer Interesse nicht überschritten werden. Auch beim
Komfort und den Abrollgeräuschen müssen naturgemäß
Abstriche gemacht werden. Sollte ich mal ein Paar Reifen
fürs Grobe benötigen, z.B. für einen Ausflug in
abgelegene Regionen der Pyrenäen, so wird der TKC80
sicherlich die erste Wahl sein. |
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| Continental Trail Attack
Im Sommer 2008 bekam meine R1100GS einen Satz Trail Attack spendiert. Die Fahreigenschaften auf der Straße überzeugen mich voll und ganz. Das gilt sowohl bei trockener Fahrbahn als auch bai wolkenbruchartigen Regenfällen. Abseits des Asphalts ist der Conti TA einigermaßen gut fahrbar solange man sich auf trockenem, nicht zu groben Schotter auf fester Unterlage bewegt. Wird es feucht und ist vielleicht auch noch Gras dazwischen hat man sehr schnell das Gefühl sich auf Eis zu bewegen. Der Trail Attack braucht
recht hohe Luftdrücke um zu überzeugen. Ich fahre vorne
mit 2,7 und hinten mit 2,9 bar. Der TA reagiert sensibel
auf Luftdruckveränderungen. Zu wenig Druck im Reifen
macht sich durch ein schwammiges Fahrgefühl bemerkbar.
Leider verliert der Trail Attack schneller Luft als alle
meine vorherigen Reifen. Man muss also oft kontrollieren
und nachfüllen. Das nervt. |
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Nach rund 5000 km Straße
und etwas Schotter auf dem Dunlop D604 wird eins sehr
deutlich: Der Verschleiß ist deutlich höher als bei
sämtlichen anderen Reifen die ich bisher gefahren habe.
Besonders Schotterpassagen setzen dem Reifen stark zu.
Ansonsten bin ich mit diesem Reifen aber rundherum
zufrieden. Das Einlenkverhalten ist neutral und flößt
Vertrauen ein. Der Reifen ist weder besonders kippelig
noch störrisch. Einmal eingelenkt hält er ohne
Korrekturimpulse die angepeilte Linie sauber ein. Der
Grip ist bei trockener Fahrbahn überdurchschnittlich
gut, bei nasser Fahrbahn durchschnittlich. Der
Einsatzschwerpunkt des D604 liegt eindeutig auf der
Straße. Hier kann er seine Stärken voll ausspielen.
Aber auch bei leichten Schotterpassagen bei gemäßigtem
Tempo kommt keine Unruhe in die Fuhre. Insgesamt habe ich
keinen Grund zur Klage. |
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![]() 2-Ventil-GS-Fahrer kennen ihn schon, den gemäßigt grobstolligen Heidenau K 60. Den Vorderreifen "Front" gibts in diversen Dimensionen von 18 bis 21 Zoll, den Hinterreifen "Rear" in 17 und 18 Zoll. Der K 60 empfiehlt sich für leichtes Gelände: Er hat deutlich mehr Negativ-Profilanteil als üblich, ist aber nicht ganz so grobstollig wie der Continental TKC 80. Was Komfort und Stabilität auf Asphalt erhöht. Die Sachsen-Stollen sollen mit hoher Laufleistung und niedrigem Preis glänzen. Nach dem Conti TKC80 und dem Metzeler Karoo ist der Heidenau K60 der geleändetauglichste Reifen für die große GS und in Anbetracht seiner hohen Laufleistung der vielleicht vielseitigste. Es liegen Freigabebescheinigungen zum K60 für viele Fabrikate vor; so etwa für die BMW-2-GS und mittlerweile auch für die HP2. Unbedenklichkeitsbescheinigungen zur TÜV-Vorführung gibts für BMR R 1100/1150 GS. Weil die sächsische Firma mit rund 140 Mitarbeitern ausschließlich Diagonalreifen fertigt, gehen ihre Gummis nicht über Geschwindigkeitsindex H, also 210 km/h, hinaus: Im Gegensatz zu Radialreifen fehlt den Diagonalreifen der stützende Stahlgürtel, der bei hohem Tempo und damit einhergehend hoher Temperatur, stärkere Ausdehnung des Gummis verhindert. |
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Der Enduro 4 ist ein moderner Radialreifen für den straßenorientierten Einsatz. Abseits von asphaltierten Straßen ist der Enduro 4 bestenfalls für gute bis mäßige Schotterstraßen und Feldwege geeignet. Dort macht er seine Sache aber gut. Kritisch ist u.U. die geringe Profiltiefe an den Vorderradflanken. Ich habe da als entspannter Genussfahrer zwar weniger Probleme, überzeugte Schräglagenjunkies werden ihren vorderen Enduro 4 jedoch schneller an die Verschleißgrenze fahren. Ich fahre den Enduro 4
jetzt in der zweiten Saison. Ich habe rund 14.000 km
damit runter gespult und bin rundherum zufrieden. Dann
wurde es aber auch höchste Zeit zum wechseln. Der Enduro
4 leistet sich keine Schwächen und ist absolut Vertrauen
erweckend. Er bietet bei trockener Fahrbahn Grip ohne
Ende. Die Kuh kann so richtig beherzt in die Kurve gelegt
werden ohne dass mit unangenehmen Überraschungen
gerechnet werden muss. Auch bei nasser Fahrbahn
wirds nie mulmig. Einziger Ansatzpunkt für Kritik
ist die im Vergleich zum Hinterreifen wesentlich
geringere Profiltiefe des Vorderreifens. Der Vorderreifen
wird daher wahrscheinlich zuerst die Verschleißgrenze
erreichen. Extreme Schräglagen führen zudem zur
Sägezahnbildung am vorderen Profil. Da ich meine Kuh
aber nicht ständig am Schräglagenlimit fahre, trat
dieser Effekt bei mir bis jetzt nicht auf. Eine leichte
Schuppung war im Herbst 2000 bereits zu erkennen. Die
2001er Saison haben sie noch durchgehalten, aber im
Februar 2002 kamen neue drauf. Ich entschied mich dafür,
es mal mit dem Tourance zu probieren. |
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Der Tourance scheint sich langsam aber sicher bei der GS zu etablieren. Dies gilt besonders für die 1150GS, gehört er hier doch häufig zur Erstausstattung. Die Erfahrungen in Bezug auf Handling, Grip und Laufleistung sind laut Boxer-Forum wirklich gut. Der Tourance bietet laut Erfahrungsberichten Grip und Schräglage bis zum Abwinken. Auch bei nasser Witterung kann man sich voll und ganz auf die Pelle verlassen. Bei früheren Produktionsserien trat wohl zwischen 60 und 100 km/h leichtes Lenkerflattern auf. Dieses Problem scheint inzwischen aber behoben zu sein. Die Profiltiefe des Vorderreifens ist höher als beim Enduro 4. Die Laufleistung soll dementsprechend besser sein. Es sprach also im Grunde genommen nichts dagegen, dem Tourance mal eine Chance zu geben. Meine Erfahrungen mit dem
Tourance sind zwiespältig. Der Tourance überzeugt mit
einem exakten Geradeauslauf. Auch in der Kurve wird die
einmal anvisierte Bahn stur eingehalten. Andererseits
muss der Tourance mit etwas Nachdruck in die Kurve
dirigiert werden. Da ich vom Enduro 4 umstieg, hatte ich
damit so meine Schwierigkeiten. Der Enduro 4 fällt in
die Kurve sobald man auch nur daran denkt. Insgesamt fand
ich am Tourance wenig Gefallen. Mein Unfall im Mai 2002
machte langfristige Erfahrungswerte jedoch zunichte. |
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Gegenüber seinem Vorgänger besitzt der Tourance EXP deutlich größere Profilblöcke ein wichtiger Faktor sowohl in Sachen Haftung wie auch bei der Laufleistung. Durch sich zur Reifenschulter hin öffnende Drainagerillen bietet der Tourance EXP eine sehr gute Wasserableitung und damit ein sicheres Fahrverhalten bei allen Witterungsbedingungen. Das Tourance EXP-Profil bietet brauchbare Traktion auch auf losem Untergrund sofern dieser trocken ist. Trips auf Schotterpisten oder durch leichte Gelände sind somit problemlos möglich. Optisch ähnelt der Scorpion Trail
sehr dem Continental Trail Attack oder dem Pirelli
Scorpion Trail. Freigaben für alle Boxer GS liegen vor.
Der bekannte Metzeler Tourance bleibt bis auf weiteres im
Programm. |
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Ich hatte die Gelegenheit,
den Metzeler Karoo auf einer KTM LC4 640 zu erfahren.
Auch wenn die Eigenschaften dieses Reifens auf einer
leichten Einzylinder-Enduro mit Sicherheit anders sein
werden als auf einer fünf Zentner schweren Reiseenduro,
so dürfte ein Effekt doch mit jeder Art von Enduro
derselbe sein. Wer bisher stets nur mit
straßenorientierten Enduroreifen gelegentlich durchs
(leichte) Gelände oder die Schotterpiste gebügelt ist
und sich dabei zunehmend wohl fühlte, der sollte es mal
mit einem Grobstoller probieren. Der Unterschied ist
phantastisch! Geradeauslauf und Stabilität sind um
Welten besser. Man fährt wesentlich entspannter und
somit sicherer und mit mehr Spaß. Die
Straßeneigenschaften sind natürlich schlechter, aber
nicht so schlecht wie man meinen könnte. Wer nicht mit
180 km/h über die Bahn bügeln will, der kommt auch mit
einem Grobstoller auf asphaltierten wegen gut voran. Der
Verschleiß auf der Straße ist allerdings beträchtlich.
Auch die Geräuschentwicklung auf Asphalt ist
naturgemäß hoch. |
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Auch die Version für Reiseenduros verfügt über die bewährte 100 % Silica-verstärkte Gummimischung, die sehr gute Haftung auf nasser Fahrbahn und bei niedrigen Temperaturen bewirkt und zugleich eine hohe Kilometerleistung erreicht. Der Michelin Pilot Road
für Reiseenduros ist ab sofort in den Dimensionen 110/80
R 19 M/C 59V TL (vorne) und 150/70 R 17 M/C 69V TL
(hinten) lieferbar. Für die BMW R 1200 GS gibt es
bereits entsprechende Unbedenklichkeitsbescheinigungen.
Eine Mischbereifung mit dem Michelin Anakee ist möglich.
Weitere Bescheinigungen sind in Vorbereitung. |
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Meine Erfahrungen mit dem T66X habe ich auf einer F650 gemacht. Die gemachten Erfahrungen sind daher nicht ohne Einschränkungen auf die schwerere GS übertragbar. Der T66X verfügt über eine ziemlich harte Gummimischung. Damit können hohe Laufleistungen erzielt werden. Die F650 konnte so mit den Michelins 19.500 km runter spulen. Darunter waren auch unasphaltierte Straßen und Wege in heißen und trockenen Klimazonen (Italien) aber kein Gelände. Bei trockener Fahrbahn und im warmgefahrenen Zustand bietet der Michelin gute Stabilität und enormen Grip. Dabei ist er jedoch rein vom Gefühl her nicht so Vertrauen erweckend wie der Enduro 4. Was das Handling angeht so bedarf es jedoch deutlichen Nachdruck und anfangs etwas Mut, um die Fuhre in Schräglage zu bringen und dann sicher und zügig ums Eck zu dirigieren. Bei Nässe ändert sich die Lage schlagartig. Man hat das Gefühl auf Holzrädern über Schmierseife zu fahren. Dementsprechend unsicher eiert man um die Kurven. Dieser Effekt wird mit zunehmendem Gewicht, z.B. mit Sozia und Gepäck noch verstärkt. Außer auf einem Chopper habe ich mich bei Regen noch nie so besch... gefühlt Wie gesagt, leider Gottes
wird der T66X bisweilen noch als Erstausrüstung bei der
R1150GS ausgeliefert Da in Deutschland leider nicht
dauernd die Sonne scheint ist das ist gelinde gesagt
ärgerlich und sollte wenn möglich vermieden werden.
Fragt vorher euern freundlichen BMW Händler und nehmt
lieber den Enduro 4 oder den Tourance. Die
Michelin-Treckerpelle sollte sich wirklich niemand antun!
Michelin soll sich lieber wieder auf sein Kerngeschäft
beschränken - Reifen für Kettkars, Kinderwagen, 2CVs
und Laster! |
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Insgesamt soll der Scorpion ein guter Kompromiss zwischen guter Straßenhaftung, akzeptabler Schotterfähigkeit und Laufleistung sein. Zudem ist der Preis sehr attraktiv. Es besteht also überhaupt kein Grund, dem Scorpion nicht mal eine Chance zu geben. Im März 2004 bekam meine
Kuh dann bei Reifen Vuidar in Biebelnheim den MT90S/T
montiert. Nach der obligatorischen Einfahrzeit macht der
Reifen einen sehr guten Eindruck Bereits eine Woche
später hatte ich die Gelegenheit, den Pirelli im
Pfälzer Wald und den nördlichen Vogesen auf den
unterschiedlichsten Belägen und
Geschwindigkeitsbereichen zu testen. Ich muss sagen, dass
der Pirelli der beste Reifen ist, den ich bisher auf der
großen GS gefahren habe. Er ist nicht ganz so handlich
wie der Enduro 4, ist aber bei starken Schräglagen sehr
viel Vertrauen erweckender. Der Tourance ist im Vergleich
zum MT90S/T eher stur. Mittlerweile (2006) ist der zweite
Satz Pirellis drauf. |
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Pirelli bedient mit dem Scorpion
Sync den allgemeinen Trend, Reiseenduros nur noch auf
Asphalt zu bewegen. Erfahrungsberichte liegen mir bisher
nicht vor. Eine Freigabe für die Boxer-GS liegt
allerdings auch noch nicht vor. |
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Enduro- Piloten müssen mit dem Scorpion Trail daher "keine Kompromisse mehr zwischen der Performance auf der Straße und in leichtem Gelände eingehen". Ob G 650 XChallenge, F 800 GS oder R 1200 GS Adventure: Der neue Pirelli Scorpion Trail soll für alle Fahrer von Enduros optimal geeignet sein, die "maximalen, sportlichen Fahrspaß auf der Straße suchen, dabei jedoch jederzeit auch für Abstecher abseits der Straßen gerüstet sein wollen". Optisch ähnelt der Scorpion Trail
sehr dem Continental Trail Attack oder dem Tourance EXP.
Ich denke, die Fahreigenschaft sind ähnlich. Freigaben
für die die R 850/1100/1150/1200 GS liegen vor. |
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