Im Valle di
Resia beginnt die nördliche Auffahrt zur Sella Carnizza
(1086 m). Bei Prato di Resia führt die Straße zunächst
über den Fluss Resia und anschließend in mehreren,
durch gerade Teilstücke unterbrochenen Kehren recht
steil den Berg hinauf. Die Nordrampe ist durchgehend
zweispurig und asphaltiert. Sie verläuft bis zur
Passhöhe ausschließlich durch dichten Wald. Hinter der
Passhöhe erreicht man man die kleine, in einem kurzen
Hochtal gelegene Ortschaft Carnizza. Hier befindet sich
auch ein Gasthof, der hungrige Reisende mit Pasta
versorgt.

Auf
der Sella Carnizza; Bild: Ulf Panitzki |

Kapelle
auf der Sella Carnizza; Bild: Michael Panitzki |
Die
anschließende Südrampe ist zwar ebenfalls durchgehend
asphaltiert, aber wesentlich enger. Bis auf wenige
Ausweichstellen ist die Strecke einspurig. Die Straße
klebt mehr oder weniger am Hang und ist vielerorts
steinschlaggefährdet. Die demolierten Leitplanken zeugen
davon. Stellenweise fehlt der Asphalt und der darunter
liegende Schotter fordert eine umsichtige Fahrweise. Bei
Uccea trifft die Straße dann auf die SS646, die vom
Passo di Tanamea zur italienisch/slowenischen Grenze
unterhalb des Ucja-Passes führt.
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