| Die Straße
über den Loiblpass (1367 m) stellt die kürzeste
Verbindung zwischen Ferlach (Kärnten) und Trzic
(Slowenien) dar. Der bereits im 16. Jahrhundert angelegte
Saumweg über den Hauptkamm der östlichen Karawanken
wurde später zur Straße ausgebaut. Auf der Passhöhe
erinnern zwei Obelisken an die Fertigstellung im Jahre
1728. Der Pass markiert die Grenze zwischen Österreich
und Slowenien. Heute führt der Verkehr durch den 1991
eingeweihten Loibltunnel. Sowohl die Nord- als auch die
Südauffahrt sind gut ausgebaut und gesichert, sowie
fahrerisch nicht allzu anspruchsvoll. Die wesentlich interessantere alte
Passstraße über die eigentliche Passhöhe ist
mittlerweile leider für den öffentlichen Verkehr
gesperrt, kann aber theoretisch sowohl von der
österreichischen als auch von der slowenischen Seite
angefahren werden. Ein Grenzübertritt ist aber nicht
möglich. Der nördliche (österreichische) Einstieg in
die alte Passstraße zweigt wenige hundert Meter vor dem
nördlichen Portal des Loibltunnels von der B91 ab. Die
südliche Auffahrt beginnt unmittelbar vor dem südlichen
(slowenischen) Tunnelportal. Das Problem bei einer
Befahrung der alten Trasse ist das zahlreiche
uniformierte Grenzpersonal, dass noch mindestens bis 2006
auf beiden Seiten der Grenze rumlungert.
Die Passstraße in ihrer
heutigen Trassenführung und vor allem der Tunnel
entstanden in den Jahren 1941-1945 unter dem massiven
Einsatz von KZ-Häftlingen. Als Außenstelle des
KZ-Mauthausen wurde an den Tunnelportalen das Lager Loibl
(Nord/Süd) eingerichtet. 1652 Häftlinge mussten dort
unter unmenschlichen Bedingungen den Loibl-Tunnel in den
Karawankenfels treiben. Eine Gedenkstätte auf
slowenischer Seite erinnert an diese Zeit.
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