Der Reschenpass ist nach dem Brennerpass der niedrigste Pass
am Alpenhauptkamm. Von Nauders nach Süden fahrend führt
eine breite Straße in weiten Kurven kaum merklich
bergauf. Der eigentliche Pass wird kaum als solcher
wahrgenommen. Lediglich die alte Grenzstation und ein
paar Gasthöfe weisen auf diese Eigenschaft hin. Die
italienische Südseite ist etwas steiler. Der Reschenpass
ist nach dem Brennerpass die schnellste
Ganzjahresverbindung über den Alpenhauptkamm. Der
Verkehr ist dementsprechend stark.

Nauders am Reschenpass; Bild: Michael Panitzki
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Reschensee mit Ortlergruppe; Bild: Michael Panitzki
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Sowohl die Nord- als auch die Südrampe sind durchgehend
asphaltiert. Belag und Streckenführung auf der Nordseite sind
Superbike-tauglich. Auf der italienischen Seite wird es
besonders bei den Ortsdurchfahrten etwas enger. Der
Reschenpass ist fahrerisch völlig anspruchslos und von
allen Arten von Motorrädern auch mit Sozius und Gepäck,
bei strömendem Regen oder Nebel völlig problemlos zu
befahren.

Reschensee bei Wolken (1997); Bild: Martina Panitzki
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Reschensee bei Sonnenschein (2002); Bild: Ulf Panitzki
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Wenige Kilometer südlich des Passes liegt der Reschensee. In
diesem Stausee versank damals das alte Dorf Reschen. Im
Gegensatz zu den übrigen Häusern wurde die Kirche nicht
abgerissen. Ihr Turm schaut heute aus dem See heraus.
Bilder vom Turm sind in jedem zweiten Alpenführer zu
finden. Die Hauptstraße führt am Ostufer des Sees
entlang. Fahrerisch reizvoller ist die schmale Straße am
Westufer. Bei guter Sicht entschädigt bei der Fahrt nach
Süden die Fernsicht auf die gletscherpepanzerte
Ortlergruppe ein wenig für die fahrerisch anspruchslose Südrampe.
Südlich des Reschenpasses locken dann Umbrailpass und
Stilfser Joch mit Auffahrten in hochalpine Regionen.
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