Das
Pasúbio-Massiv war während der Kämpfe des ersten
Weltkriegs eine Schlüsselstellung innerhalb der
Alpenfront. Sowohl Italiener als auch Österreicher haben
das Gebiet mit einem dichten Netz von Militärstraßen,
Pfaden und Klettersteigen versehen. Die karge Schönheit
des Hochgebirges und für den Interessierten die
Überreste mörderischer Kämpfe in dieser Region lässt
sich hier so gut wie sonst fast nirgendwo per Motorrad
erfahren. Teile der Pisten sind inzwischen für den
motorisierten Verkehr gesperrt.

Unterer Teil der Strada degli
Scarubbi
Bild: Michael Panitzki
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Oberer Teil der Strada degli
Scarubbi
Bild: Michael Schleifenbaum
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Ausgangspunkt
der Südrampe ist der Passo Pian delle Fugazze (1159 m).
Hier zweigt die Strada degli Eroi (dt.: Straße der
Helden) von der SS46 ab. Einfach der Beschilderung zum
"Rif. Papa/Val di Fieno" folgen. Die Strecke
ist stellenweise ziemlich grob geschottert, die Kurven
sind anfangs aber noch asphaltiert. Auf ziemlich kurzer
Strecke werden über 700 Höhenmeter bewältigt bis die
Fahrt abrupt an einer Schranke endet. Die nun folgende
Galeria Generale d'Havet ist für Fahrzeuge gesperrt. Die
Strecke besteht in ihrem Hauptteil aus einem groben,
unbeleuchteten, in den Fels gehauenen Tunnel, der das Val
di Fieno mit dem schroffen Val Canale verbindet (SG 3).
Sie endet in einem Talkessel am Rifugio Generale Achille
Papa (1928 m).

Oberer Teil der Strada degli
Scarubbi
Bild: Michael Schleifenbaum
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Rifugio Generale Achille Papa
Bild: Michael Schleifenbaum
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Die
Ostauffahrt zum Pasúbio-Massiv, die Strada degli
Scarubbi hat ihren Ausgangspunkt am Passo di Xomo (1056
m). Von hier führt ein leicht zu fahrender Forstweg
hinauf zur Bocchetta di Campiglia. Hier beginnt dann die
legendäre, atemberaubende und für Fahrzeuge gesperrte
Strada di Gallerie. Die 6,5 km lange Gallerie wurde im
Ersten Weltkrieg unter widrigsten Bedingungen in nur
sechs Monaten Bauzeit von italienischen Alpini erstellt.
Die sehr enge und stark ausgesetzte Strecke besteht aus
insgesamt 52 in den Fels gesprengten und unbeleuchteten
Tunneln und endet am Rifugio Generale Achille Papa. Die
Tunnel sind sehr niedrig und führen an einer Stelle
spiralförmig durch den Fels. Motorradfahren ist hier
nicht nur verboten sondern völlig unmöglich. Das
Fahrverbot sollte daher im ureigensten Interesse auch
befolgt werden. Um sämtliche Eindrücke aufnehmen zu
können ist es m.E. sinnvoller, die Gallerie vom Rif.
Papa oder der Bocchetta di Campiglia mit entsprechendem
Schuhwerk und Taschenlampe bewehrt zu Fuß zu erkunden.

Unterer Teil der Strada di Gallerie
Bild: Michael Panitzki
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Oberer
Teil der Strada di Gallerie
Bild: Michael Schleifenbaum
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Die
befahrbare Alternative zur Strada di Galerie, die von der
Bocchetta di Campiglia (1216 m) weiter über die Porte
del Pasubio (1934 m) zum Rifugio Generale Achille Papa
(1928 m) führende Strada degli Scarubbi, ist inzwischen
leider für den motorisierten Verkehr gesperrt. Ein
Schild macht dies deutlich. Der Weg weist stellenweise
gröberen Schotter auf, stellt den Fahrer aber nicht vor
nennenswerte Probleme (SG 3). Von der Porte del Pasúbio
führt eine Auffahrt in Richtung Norden auf den
Sette-Croci-Sattel (2080 m). Von hier hat man einen
phantastischen Blick hinunter nach Venetien und bei guter
Sicht bis nach Venedig und die Adria. Der
Sette-Croci-Sattel ist gelegentlich für den
motorisierten Verkehr gesperrt (SG 3-4). Von der Porte di
Pasúbio ist es dann nur noch ein kurzes Stück bis zum
Rifugio Generale Achille Papa.

Strada
di Gallerie
Bild: Michael Schleifenbaum
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