Porte del Pasúbio
Land:

Region: Trentino/Venetien
Höhe:

1934 m

Position:

45 47,124 N
011 12,067 E

max. Steigung:

15 %

von: Pso. P. d. Fugazze
nach: Passo di Xomo
Wintersperre: -
Maut: -
Denzel: 361
Schwierigkeit: SG 3-4

Das Pasúbio-Massiv war während der Kämpfe des ersten Weltkriegs eine Schlüsselstellung innerhalb der Alpenfront. Sowohl Italiener als auch Österreicher haben das Gebiet mit einem dichten Netz von Militärstraßen, Pfaden und Klettersteigen versehen. Die karge Schönheit des Hochgebirges und für den Interessierten die Überreste mörderischer Kämpfe in dieser Region lässt sich hier so gut wie sonst fast nirgendwo per Motorrad erfahren. Teile der Pisten sind inzwischen für den motorisierten Verkehr gesperrt.


Unterer Teil der Strada degli Scarubbi
Bild: Michael Panitzki


Oberer Teil der Strada degli Scarubbi
Bild: Michael Schleifenbaum

Ausgangspunkt der Südrampe ist der Passo Pian delle Fugazze (1159 m). Hier zweigt die Strada degli Eroi (dt.: Straße der Helden) von der SS46 ab. Einfach der Beschilderung zum "Rif. Papa/Val di Fieno" folgen. Die Strecke ist stellenweise ziemlich grob geschottert, die Kurven sind anfangs aber noch asphaltiert. Auf ziemlich kurzer Strecke werden über 700 Höhenmeter bewältigt bis die Fahrt abrupt an einer Schranke endet. Die nun folgende Galeria Generale d'Havet ist für Fahrzeuge gesperrt. Die Strecke besteht in ihrem Hauptteil aus einem groben, unbeleuchteten, in den Fels gehauenen Tunnel, der das Val di Fieno mit dem schroffen Val Canale verbindet (SG 3). Sie endet in einem Talkessel am Rifugio Generale Achille Papa (1928 m).


Oberer Teil der Strada degli Scarubbi
Bild: Michael Schleifenbaum


Rifugio Generale Achille Papa
Bild: Michael Schleifenbaum

Die Ostauffahrt zum Pasúbio-Massiv, die Strada degli Scarubbi hat ihren Ausgangspunkt am Passo di Xomo (1056 m). Von hier führt ein leicht zu fahrender Forstweg hinauf zur Bocchetta di Campiglia. Hier beginnt dann die legendäre, atemberaubende und für Fahrzeuge gesperrte Strada di Gallerie. Die 6,5 km lange Gallerie wurde im Ersten Weltkrieg unter widrigsten Bedingungen in nur sechs Monaten Bauzeit von italienischen Alpini erstellt. Die sehr enge und stark ausgesetzte Strecke besteht aus insgesamt 52 in den Fels gesprengten und unbeleuchteten Tunneln und endet am Rifugio Generale Achille Papa. Die Tunnel sind sehr niedrig und führen an einer Stelle spiralförmig durch den Fels. Motorradfahren ist hier nicht nur verboten sondern völlig unmöglich. Das Fahrverbot sollte daher im ureigensten Interesse auch befolgt werden. Um sämtliche Eindrücke aufnehmen zu können ist es m.E. sinnvoller, die Gallerie vom Rif. Papa oder der Bocchetta di Campiglia mit entsprechendem Schuhwerk und Taschenlampe bewehrt zu Fuß zu erkunden.


Unterer Teil der Strada di Gallerie
Bild: Michael Panitzki


Oberer Teil der Strada di Gallerie
Bild: Michael Schleifenbaum

Die befahrbare Alternative zur Strada di Galerie, die von der Bocchetta di Campiglia (1216 m) weiter über die Porte del Pasubio (1934 m) zum Rifugio Generale Achille Papa (1928 m) führende Strada degli Scarubbi, ist inzwischen leider für den motorisierten Verkehr gesperrt. Ein Schild macht dies deutlich. Der Weg weist stellenweise gröberen Schotter auf, stellt den Fahrer aber nicht vor nennenswerte Probleme (SG 3). Von der Porte del Pasúbio führt eine Auffahrt in Richtung Norden auf den Sette-Croci-Sattel (2080 m). Von hier hat man einen phantastischen Blick hinunter nach Venetien und bei guter Sicht bis nach Venedig und die Adria. Der Sette-Croci-Sattel ist gelegentlich für den motorisierten Verkehr gesperrt (SG 3-4). Von der Porte di Pasúbio ist es dann nur noch ein kurzes Stück bis zum Rifugio Generale Achille Papa.


Strada di Gallerie
Bild: Michael Schleifenbaum

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