Monte Campomolon
Land:

Region: Venetien
Höhe:

1897 m

Position:

45 51,699 N
011 16,223 E

max. Steigung:

k.A.

von: Passo di Valbona
nach: Mt. Campomolon
Wintersperre: -
Maut: -
Denzel: -
Schwierigkeit: SG 4

- leider gesperrt -

Direkt auf der Passhöhe des Passo di Valbona (1782 m) zweigt von der Haupstraße in nördliche Richtung die per Verordnung gesperrte Zufahrt zur Malga Campomolon ab. Kurz danach beginnt rechterhand eine alte Armierungsstraße, die mit mäßiger Steigung die Südflanke des Monte Campomolon hinaufführt.


Abzweig zum Monte Campomolon am Passo di Valbona
Bild: Michael Panitzki

Die durchgehend geschotterte Piste wurde ursprünglich als Armierungsstraße zu der knapp unterhalb des Gipfels des Monte Campomolon liegenden Festung angelegt. Heute dient die Piste als Aufahrt zu der auf dem Gipfel stehenden Fernmeldeanlage. Die Zufahrt zum Sendemast zweigt kurz vor der Festung links ab und endet dort. Die alte Armierungsstraße führt vom Abzweig weiter an der SO-Flanke des Gipfels entlang und endet dann an der Kehle des Forts.


Blick auf den Monte Campomolon; Bild: Michael Panitzki


Auffahrt zum Monte Campomolon; Bild: Michael Panitzki

Der Bau des italienischen Forte Campomolon wurde 1912 begonnen. Im Sommer 1914 waren die Bauarbeiten im Wesentlichen abgeschlossen. Die Bewaffnung sollte aus vier 149 mm Geschützen vom Typ 149/A in Panzerkuppeln bestehen. Die Geschütze lagen bereits im Arsenal in Verona bereit. Die in Deutschland bestellten Kuppeln wurden jedoch wegen des Kriegsausbruchs nie geliefert. Bei Kriegseintritt Italiens 1915 wurden dann vier mobile 280 mm Mörser hinter der Festung auf dem letzten Stück der Armierungsstraße in Stellung gebracht. Die Mörser wurden später durch vier, ebenfalls mobile Geschütze vom Typ 149/G ersetzt. Die Funktion der Festung beschränkte sich auf die Artilleriebeobachtung, die Unterbringung und Versorgung von Soldaten und die Lagerung von Munition. 1916 wurde der Berg im Zuge der sog. "Strafexpedition" von KuK-Truppen genommen. Im Rahmen des Rückzugs wurde die Festung gesprengt. Nichtsdestotrotz ist die Anlage noch so gut erhalten, dass sich Aufbau und Funktion gut erkennen lassen.

HomeÜbersichtskarteÜbersicht PässeTour: U/M 2005-06, Text: Michael Panitzki, Bilder: Michael Panitzki oder wie angegeben